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VERFASSTE BÜCHER

Buch Nr. 1:

“Heilung in der christlichen Anthropologie und in den holistischen therapeutischen Anwendungen”, Autor Johann Müller-Dragoman.

Was ist die Seele?

Laut christlicher Lehre, ist die Seele eine feinstoffliche, reale, lebendige, immaterielle spirituelle und unsterbliche Substanz. Die Seele durchdringt den materiellen Körper und ist damit verbunden, transzendiert und überschreitet jedoch seine Materialität. Diese Wahrheiten, bezüglich Realität, Geistigkeit und Unsterblichkeit der menschlichen Seele, fasst der Heilige Ioan Damaschin auf ganz wunderbare Art und Weise zusammen: „Die Seele ist eine lebendige, einfache, der Herkunft nach, körperlose Substanz, unsichtbar für das Auge, unsterblich, rational, spirituell, formlos; sie bedient sich eines organischen Körpers und gibt diesem die Kraft zu leben, zu fühlen und zu gebären. Die Seele hat keinen unabhängigen Geist, der Geist ist nämlich selber ihr aller reinster Teil. Denn was das Auge für den Körper ist, ist der Geist für die Seele. Die Seele ist frei, willig, aktiv und durch den Willen veränderbar, weil sie erschaffen (gemacht) wurde. Das alles hat sie auf natürliche Weise bekommen, durch die Gnade dessen, der sie erschaffen und der ihr diese Form der Existenz gegeben hat”. Der Mensch will als ein Wesen von unermesslichem Wert repektiert werden. Er ist «Jemand», und nicht nur «Etwas», eben weil er eine Seele hat. Das, was den Menschen zu «Jemandem» macht, ist das Selbstbewusstsein und die freie bewusste Reaktionsfähigkeit, die direkt mit seiner Seele verbunden sind. Nur durch die Seele kann der Mensch sich als voll bewusster und einzigartiger «Jemand» manifestieren, mit dem Willen zu existieren und sich stetig und ewig zu vervollkommen. Und genau diese Einzigartigkeit, die jeden einzelnen Menschen auszeichnet, die unersätzlich und unverwechselbar ist, zeigt, dass er im Grunde der Ewigkeit zugehört. Der geistige, immaterielle Hintergrund, also menschliche die Seele – wie der Schöpfer übrigens auch – kann in seiner Essenz nicht definiert, sondern nur in seinen Manifestationen beschrieben werden, und zwar als das, was den Menschen als bewusstes, einzigartiges, mit eigenem Willen ausgestattetes, und unersetzbares Subjekt darstellt. In Bezug auf Existenz und Realität der Seele, spricht die heilige Schrift über alle wichtigsten Eigenschaften der menschlichen Seele. Die Seele ist real und dem Körper übergeordnet. Der Körper kehrt in die Erde zurück, die Seele aber geht zurück zu Gott (Ekl. 12, 7). Die Seele kann nicht gleichzeitig mit dem Körper getötet werden, wie uns der heilige Apostel und Evangelist Matthäus lehrt: „Fürchtet euch nicht vor jenen, die den Leib töten können, aber nicht auch die Seele; fürchtet euch eher vor Dem der auch Seele und Leib für immer vernichten kann”; „Der Geist ist willig, doch der Leib ist schwach” (Matt. 26, 41). Laut dem Heiligen Grigorie aus Sinai, „der Leib des Menschen wurde geschaffen, unzerstörbar zu sein, so wie er auch wieder auferstehen wird, während die Seele unschuldig geschaffen wurde. Wegen des engen Zusammenhangs, wurden beide verdorben und haben sich vermischt, infolge des natürlichen Gesetzes der Eindringens des einen in den anderen, und weil der eine mit dem anderen teilt… Der Rückzug Christi aus der Seele bringt das Dunkel der Sünde hervor” (“Psihoterapia Ortodoxa”, [Orthodoxe Psychotherapie] H.Vlachos, S. 130).

Buch Nr. 2:

“Das Leben nach dem Leben und die Übergangsetappen ins ewige Leben” Autor Johann Müller-Dragoman

Kapitel III

Die Phasen durch die der Mensch im Augenblick des Todes geführt wird
Gewöhnlich spürt der Mensch im Voraus, dass sein Tod, bzw. der Abgang aus diesem materiellen Leben naht, manchmal sogar auch dann, wenn dieses durch einen plötzlichen Unfall geschieht. Wenn ihm die «Stunde geschlagen hat», weiß der Mensch dass es Zeit ist, diese duale Welt zu verlassen; er spürt und ist sich dessen bewusst, dass nun der Augenblick des Todes gekommen ist, der eigentlich der Moment ist, in dem die Seele den Körper verlässt, bzw. er nimmt diesen als einen natürlichen und realen Prozess wahr.
1. Wahrnehmung des Todes
In dem Moment, wenn du stirbst, kann der Tod dich nicht mehr erschrecken, weil du dir bewusst wird, dass es den Tod im eigentlichen Sinne nicht gibt, oder zumindest nicht in der Form, wie man es sich bis in diesen Augenblick vorgestellt hat. Der Tod ist ein Übergang aus einer materiellen, emotionalen und mentalen, in eine wahrhaftig geistige Welt, eine Welt der reinen Wahrheit, des nicht geschaffenen Lichtes, der bedingungslosen Liebe, der universellen Weisheit und des ewigen Lebens. In dem Moment, wenn die Seele gerade den Körper verlässt, ist dir bewusst, dass du wirklich existierst, dass du Licht bist, es vorher bereits gewesen bist, und immer Licht aus dem Licht, Liebe aus der Liebe, Leben aus dem ewigem Leben, sein wirst. Dir ist bewusst, dass du unsterblich bist, obwohl du gerade in einem wunderbaren Erfahrungsprozess steckst, bei dem du den leiblichen Tod ohne jeglichen Schmerz oder Leid erfährst. Ebenso ist dir bewusst, dass du reines Gewissen bist, und dass du die ganze Zeit über schon Bewusstsein aus dem göttlichen Bewusstsein gewesen bist, es jedoch vergessen, oder diesem nicht genügend Beachtung beigemessen hast, weil du dich um andere viel irdischere Dinge gekümmert hast, die dir damals viel wichtiger erschienen, als deine eigene Person. Alles, was jetzt vor sich geht, geschieht auf der Ebene des Bewusstseins, wobei ein Prozess der Bewusstseinserweiterung stattfindet.

Buch Nr. 3:

”Geistige Wahrheit“, Autor Johann Müller-Dragoman

Kapitel II

WISSENSCHAFT DES GEISTES

Die Hauptbeschäftigung des Menschen sollte die Erforschung des menschlichen Geistes sein. Die Wissenschaft des Geistes steckt jedoch zur Zeit noch in den Kinderschuhen. Das Leben des Menschen stellt einen Prozess der Bewusstwerdung dar, der durch das Leben im materiellen Körper erfolgt. Der Mensch ist ein geistiges, denkendes, selbstbewusstes und materiell verkörpertets Wesen, das irdische Erfahrungen sammelt. Die vitale Kraft des Menschen kommt von seiner geistigen Kraft. Der Geist ist eine unbegrenzte Kraft, und kann nicht mit gewöhnlichen Apparaten gemessen werden. Kein Apparat kann den Menschen ersetzen. Der Geist kann alles schaffen aus sich heraus, aus dem Nichts, das ihm inne wohnt. Die Materialisierung erfolgt durch den Willen des Geistes, sich physisch zu manifestieren. Der Geist ist aktiv, schöpfend durch seine Materialisierung und Manifestation in der materiellen Welt. Der Geist drückt sich durch Bewusstsein aus. Die Monotonie und Faulheit führen zum Verlust des Bewusstseins und des kreativen Geistes des Menschen. Momente der inneren Krise, Krankheit und Leid dagegen führen zu einer beschleunigten Wahrnehmung und einer schnelleren geistigen Entwicklung. Gewohnheiten, Automatismen, Starrsein beeinträchtigen das Bewusstsein, bewirken Inaktivität, Verlust der Vitalität und Lebenslust. Materie und Bewusstsein entspringen beide dem Geist. Materie ist Aktion die verbraucht wird und sich auflöst, das Beswusstsein jedoch ist Aktion, die geschaffen wird und stetig wächst.